Bericht für das erste Quartal 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten Ihnen gerne berichten, wie sich dieses Quartal an den Finanzmärkten entwickelt hat und
wie wir vorgegangen sind.
Das erste Quartal war mit der Entführung des Venezolanischen Machthabers Maduro, Trumps
Drohgebärden zu Grönland und dem am 28. Februar begonnenen Krieg der USA und Israel gegen Iran
gespickt mit relevanten Ereignissen. Die Aktienmärkte der größten Volkswirtschaften haben auf EuroBasis
diese Ergebnisse erbracht:
– USA (S&P 500) – 2,3 %
– China (CSI 300) + 0,4 %
– Eurozone (EuroStoxx 50) – 3,5 %
– Deutschland (DAX) – 7,3 %
Durch die Blockade der Straße von Hormus fehlen global etwa 20 % der Öllieferungen und es gibt
Engpässe bei Dünger und Grundstoffen wie Helium, welches u.a. für die Produktion von
Computerchips in großem Umfang benötigt wird. Die Inflation ist in den USA und Europa bereits auf
ca. 2,5 % gestiegen. Eine baldige Lösung ist wünschenswert, um Rationierungen und
Verteilungskämpfe zu vermeiden.
Wir haben Ihr Depot bereits im Vorfeld auf Krisen vorbereitet, indem wir neben solide diversifizierten
Aktien ETFs auch defensive Anlagen wie Gold, Anleihen und Discountzertifikate berücksichtigt haben.
Als unsere Kundin, bzw. unser Kunde sind Sie daher nur in sehr geringem Maße betroffen.
Angesichts der akuten Lage in der Golfregion sollte man im Blick behalten, dass die Gewinnaussichten
vieler Unternehmen nach wie vor intakt sind. Dies eröffnet gute Perspektiven für das Börsenjahr 2026
und wir möchten Ihnen die maßgeblichen Aspekte der Wirtschaftsregionen gerne vorstellen:
1. Amerika hat Erdöl im Garten.
Seit einigen Jahren sind die USA Netto-Exporteur von Öl und Gas. Zwar sind die Energiepreise auch hier
spürbar gestiegen, aber eine Knappheit oder gar Zuteilungen wird es nicht geben.
Im technologischen Wettbewerb liegen die USA bei künstlicher Intelligenz noch vorne, spüren aber
den heißen Atem Chinas mit seinen preisgünstigen Alternativen im Nacken. Die Profitabilität vieler
Tech-Firmen wird zunehmend in Frage gestellt. Daher haben wir zu Anfang des Jahres unsere
Investments in den USA über alle Branchen sehr breit diversifiziert.
Die Quartalsberichte der US-Unternehmen beginnen heute und werden von uns im Schnitt positiv
erwartet mit diesen Argumenten:
– Steuersenkungen durch das „Big Beautiful Bill“ Gesetz aus 2025 kommen zur Wirkung
– Wachstumserwartung USA + 1,8 % in 2026
– Notenbank FED hat Handlungsspielraum durch mögliche Käufe von Staatsanleihen
Die USA werden noch lange die ökonomische Nr. 1 bleiben. Sie erbringen 26 % der globalen
Wirtschaftsleistung, gefolgt von Europa mit 24 % und China mit 17 %.
2. Schwacher Konsum in China
China verfolgt einen bestechenden langfristigen Plan, um den USA ihre Dominanz abzujagen. Kein
anderes Land kümmert sich so vorausschauend um die Versorgung mit Rohstoffen und Nahrung. Dies
wird flankiert durch eine Vielzahl von Handelsabkommen und zunehmender Militärpräsenz.
Gleichwohl wird dies nur funktionieren, wenn die Wirtschaft floriert.
Genau das ist nicht der Fall, denn die Verbraucherstimmung ist schlecht und im Land besteht eine
anhaltende Konsumflaute. Um dies auszugleichen, subventioniert der Staat die Produktion und flutet
die Welt mit billigen Produkten. Dies ist teuer und nur begrenzt möglich. Der Saldo im Staatshaushalt
beträgt schon – 8,5 % (USA -6,3 %, Deutschland – 3,3 %). Das Wachstum müsste 5 % p.a. betragen, um
die Armut auf dem Land zu beseitigen, verharrt aber bei 4 % und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Zudem
ist die Gesellschaft überaltert. Wir haben bisher in diese gelenkte Wirtschaft nicht investiert.
3. Europa im Aufwind
Die Abwahl des ewigen Blockierers Viktor Orban in Ungarn ist ein Meilenstein, um Europa
handlungsfähiger zu machen. Es gibt nun starke Bemühungen, bei wichtigen Entscheidungen der EU
vom Einstimmigkeitsprinzip zu einer 2/3 Mehrheitsregel zu kommen.
Im ersten Quartal sind Freihandelsabkommen mit Indien und Australien geschlossen worden. Zudem
tritt das Abkommen mit den Mercosur-Staaten (Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay, Uruguay)
am 01.05.26 in Kraft.
Hinzu kommt, dass ein Bürokratieabbau in Europa und Deutschland eingeleitet wurde. Immerhin sind
in den letzten Monaten bereits keine nennenswerten Vorschriften hinzugekommen.
Dies alles sollte ein Wachstum von 1,0 % in 2026 sowie 1,5 % in 2027 für Europa ermöglichen.
Bis zum Jahresende gehen wir von steigenden Kursen für Aktien, aber auch für die risikoreduzierten
Discountzertifikate aus. Falls Sie Geld anlegen möchten, bietet sich aktuell die Chance auf gute
Zuwächse.
Für Fragen, Wünsche oder Weiterempfehlungen stehen wir Ihnen immer gerne zur Verfügung.
Ihre
Uwe Rohse Hubert Lehmann Felix Rohse
Rohse Vermögensmanagement GmbH
Haben wir Sie neugierig gemacht?
Erhalten Sie unseren vierteljährlichen Marktausblick direkt per Mail.